Das Kona Tagebuch, Kapitel 1

Veröffentlicht von umrath am

Seit ein paar Tagen steht ein Kona vor meiner Tür. Alle diejenigen, die meinem YouTube-Channel folgen, wissen das vermutlich schon.

Am 22.11.2018 war es so weit und ich konnte meinen nagelneuen Kona in Landsberg in Empfang nehmen.

Bereits am Wochenende zuvor hatte ich Bumblebee, meinen treuen IONIQ verkauft und dabei die durchaus stolze Summe von 27.000 € erhalten. Bei einem Kilometerstand von 64.185 und nach etwas mehr als anderthalb Jahren, war Abschied angesagt:

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Ein bisschen Wehmut war schon dabei und Junior standen Tränen in den Augen.

Jetzt sind also neue Zeiten angebrochen und bereits am letzten Wochenende durfte ich die ersten Änderungen spüren. Ich wollte vergangenen Montag zu einem Workshop nach München. Pummel, so der Name meines Kona, stand am Sonntagabend mit irgendwas zwischen 80 und 90 % Akkuladestand auf einem Anwohnerparkplatz in Regensburg. Die Ladesäule vor meiner Haustür war belegt.

Mit dem IONIQ hätte ich jetzt den Wetterbericht geprüft und mit Sicherheit den genauen Ladestand. Denn mit 80 % und bei richtig schlechtem Wetter wäre die Fahrt nach München mit Autobahngeschwindigkeit dann durchaus etwas knapper geworden.
Ich hätte den Abend vermutlich alle paar Minuten zur Ladesäule geschaut, ob sie nicht doch noch frei wird (sie war auch am nächsten Morgen noch belegt), um die restlichen Prozente vielleicht doch laden zu können.

Nicht so mit Pummel.
Selbst wenn die Ladesäule frei gewesen wäre, hätte ich mir nicht die Mühe gemacht, das Auto nochmal umzuparken.
Wozu auch?
Mit 80 % komme ich locker nach München und – wenn das Wetter nicht ganz übel ist – auch problemlos zurück. Ohne Zwischenladung.
Da aber in München keine 400 m von dem Treffpunkt eine Ladesäule frei war, konnte ich den Kona, der bei der Ankunft noch erwartungsgemäße 46 % Restladung hatte, den Tag über aufladen und mich derweil dem Workshop widmen.

Pummel in München


Am Abend ging es dann ganz entspannt nach Hause. Ein spürbarer Unterschied im Komfort.

Eine Woche später sollte es nach Nürnberg gehen. Eine Schulung erwartete mich dort – und keine Ladesäule in fußläufiger Entfernung.
Es muss also für den Weg hin und zurück reichen.
Mit dem IONIQ wäre das jetzt ein Problem. Denn ich hätte unterwegs irgendwo zwischenladen müssen. Das hätte mich ca. 20 Minuten Zeit gekostet.

Mit Pummel bin ich morgens früh um 6:45 in mein vorklimatisiertes Auto gestiegen und im Autobahntempo (Tacho 135 km/h) über die freie aber klatschnasse A3 Richtung Nürnberg gesegelt. Widerliches Wetter!
Die Ankunft mit einem Ladestand von 62 % versprach eine entspannte Rückfahrt, ganz ohne Zwischenladung.
Mit 18 % – das Wetter war auf der Rückfahrt noch übler, so dass selbst der adaptive Tempomat einmal die Segel strich, weil das Radar vor lauter Regen nichts mehr sehen konnte – kam ich abends wieder gemütlich in Regensburg an.

Freundlicherweise war die Ladesäule heute frei, so dass ich nun über Nacht ganz entspannt für den zweiten Tag der Schulung den Akku wieder aufladen konnte.
Mit den 7 kW Ladeleistung dauert das rund 9 Stunden – während ich gemütlich den Matratzenhorchdienst probte.

Ladung mit 7 kW an AC über Nacht

Morgens früh begrüßte mich ein wohltemperierter und ich weiß jetzt, dass ich selbst unter den widrigsten Umständen mit mindestens 280 km Reichweite bei Autobahntempo rechnen kann.
(280 km bin ich mit dem IONIQ nie am Stück gefahren, selbst bei bestem Wetter nicht.)
Da es auf der Rückfahrt diesmal nicht Hunden und Katzen regnete, sondern nur eine feuchte Autobahn auf mich wartete, konnte ich noch erheblich sparsamer als am Vortag nach Hause fahren und bin trotz zügigerer Fahrt mit einem Restpuffer von 25 % angekommen.

Damit befinde ich mich mit dem Kona nun in den Regionen eines Tesla Model S 70/75 – und fühle mich entsprechend entspannt. Sehr beruhigend.

Am kommenden Wochenende geht es für einen Kurzurlaub nach Norwegen. Ich freue mich schon auf die Tour und werde sicherlich berichten.


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