Mobilegeeks: Ich nehme mir eine Studie und phantasiere mir was zusammen

Veröffentlicht von umrath am

Wer in den letzten zwei Tagen meinem Twitteraccount gefolgt sein sollte, wird kaum verpasst haben können, dass ich mir mit Mobilegeeks einen Schlagabtausch geliefert habe, bei dem ich dem Autor vorgeworfen habe, dass sie

  • die Fakten ignorieren
  • wilde Spekulationen als Realität verkaufen
  • aus einem einzigen Fakt eine Generalisierung ableiten

Da ich jetzt keine Lust mehr habe, in 140 Zeichenhäppchen dieses wenig zielführenden Hickhack weiterzuführen, werde ich den Mobilegeeks-Artikel hier in dem Blogpost auseinander nehmen und das Ganze am Stück bearbeiten.
Um welchen Artikel geht es eigentlich?
Um den hier: Plug-In-Hybride sind genauso umweltfreundlich wie reine Elektroautos
Fangen wir mit der Überschrift an:
Hier behauptet Mobilegeeks also, dass Elektroautos und Plug-in-Hybride in Sachen Umweltfreundlichkeit vergleichbar sind.
Starke Behauptung!
Wenn man sich dann aber die Studie anschaut, dann steht da was ganz anderes: „CO2 Mitigation Potential of Plug-in Hybrid Electric Vehicles larger than expected“
Hmm, klingt schon weit weniger reißerisch und jetzt wird auch schon klarer, was Sache ist. Die Studie beschäftigt sich mit exakt einem Thema: Dem CO2-Ausstoß, sonst nichts!
Da aber jedem halbwegs gebildeten Menschen klar sein sollte, dass der CO2-Ausstoß nun wirklich nicht der einzige Faktor bei der Bestimmung der Umweltfreundlichkeit ist, könnte man an der Stelle eigentlich schon abbrechen und mit Fug und Recht behaupten:
Das was Mobilegeeks in der Überschrift ihres Artikels behaupten, ist einfach Unsinn!
Zumindest ist es eine weitgehend unbewiesene Behauptung, die auf lediglich einem Teilaspekt und sehr viel Phantasie beruht.
Und was man mit unbewiesenen Behauptungen machen kann, hat uns Herr Hitchens erklärt: Weg damit!
Aber weiter im Text.
Ursprünglich wollte ich jetzt einfach mal annehmen, dass der Ausgangsartikel schon mehr oder weniger richtig ist. Blöderweise stimmt schon das nicht. Und das beginnt schon ganz am Anfang:
„The actual contribution of plug-in hybrid and battery electric vehicles (PHEV and BEV) to greenhouse gas mitigation depends on their real-world usage.“
[…]
„Contrary to common belief, PHEV with about 60 km of real-world range currently electrify as many annual vehicles kilometres as BEV with a much smaller battery.“
Hmm, klingt erstmal spannend. Das Problem: Es gibt keine Plug-In-Hybriden mit einer realistischen Reichweite von 60 km.
Mobilgeeks listet selbst die Liste der meistverkauften Plug-in-Hybriden und Elektroautos auf (und wirft die alle auf einen Haufen). Ich sammel dort mal die Top 3-Hybriden raus:

  • Audi A3 e-tron
  • BMW 225xe Active Tourer
  • Mitsubishi Outlander PHEV

Kurz ein paar technische Daten, damit klar wird, wovon wir hier reden:

Audi A3

Offiziell von Audi selbst angegebene Reichweite (NEFZ): 50 km
Tatsächlich erreichbare Reichweite (EPA): 16 Meilen (26 km)

BMW 225xe

Offiziell von BMW selbst angegebene Reichweite: 41 km
(Scheint gleich der EPA-Wert zu sein. Man möge mich korrigieren, wenn falsch.)

Mitsubishi Outlander

Offiziell von Mitsubishi selbst angegebene Reichweite (NEFZ): 54 km
Tatsächlich erreichbare Reichweite (EPA): 22 Meilen (35 km)
Ich könnte die Liste jetzt bis zum Ende durchgehen. Aber das schenke ich mir. Die grundsätzliche Idee sollte klar sein: Die von Nature hier kolportierten 60 km realistische Reichweite schafft kein einziger Plug-in Hybrid. Schon gar nicht wenn man den Durchschnitt dieser Fahrzeugklasse nimmt.
Was machen wir jetzt damit?
Im Grunde könnte man den ganzen Artikel jetzt schon als Wunschtraum abheften, denn die gesamte Berechnung fußt auf diesem Wert. Und auf diesem wiederum phantasieren sich Mobilegeeks ihren Artikel zusammen.
Leider ist Phantasie x Phantasie jedoch nicht Realität.
Interessanterweise stellt dann der Nature-Artikel selbst fest, dass die angegebene Reichweite laut NEFZ bei Plug-in Hybriden gerade mal 50 km beträge und versucht dann ganz wissenschaftlich herzuleiten, wie man den bekannt sinnlosen NEFZ-Wert doch irgendwie nutzen kann, um darauf basierend irgendwas sinnvolles ableiten zu können.
Am Ende behaupten sie, dass die realistische Reichweite um 25 % unter dem NEFZ liegt. Hmm, das kann ich irgendwie nicht nachvollziehen. Die obigen Werte geben das schlicht nicht her. (Audi: -48 %; BMW: entfällt, weil kein NEFZ ersichtlich; Mitsubishi: -35 %)
Wie der Nature-Artikel auf die 25 % kommt, kann ich schlicht nicht nachvollziehen. Mit der Realität hat das auch wenig gemein. Selbst bei den Elektroautos ist die Abweichung in der Regel deutlich über 25 %. Und warum sollte gerade bei den Plug-in Hybriden die elektrische Reichweite nach NEFZ näher an der Realität sein? Unlogisch!
Sie rechnen von da an mit EPA für die amerikanischen Fahrzeuge und mit NEFZ – 25 % für die deutschen Fahrzeuge.
Dann kommt ein Haufen Zahlengeschubse, das nachweisen soll, dass die Leute in einem Plug-in Hybriden genauso viele Kilometer elektrisch fahren wie Leute, die ein Elektroauto fahren.
Und spätestens hier wird es nun wirklich unwissenschaftlich.
Es werden nämlich einfach alle Plug-In Hybride auf der einen Seite und alle Elektroautos auf der anderen Seite in einen Topf geworfen, kräftig umgerührt und dann wird verglichen.
Ja was da wohl rauskommt? Datenmüll, was sonst!
Wenn ich Autos miteinander vergleichen will, muss ich wenigstens einigermaßen vergleichbare Autos auswählen und nicht völlig wahllos nur nach dem Antriebskonzept sortieren.
Was für Fahrzeuge haben den üblicherweise einen Plug-in Hybridantrieb? Kleinwagen?
Nein, es sind in der Masse die dicken Schiffe. Riesige Autos.
Und welche Elektroautos sind verbreitet? Kleinwagen in der Größe zwischen den Drillingen über Renault Zoes bis hin zum Leaf – und dann noch ein paar Teslas obendrauf. Gerade die Teslas aber hat der Artikel ausgespart (zumindest in den Grafiken)!
Nachtigall ick hör dir trapsen!
Was sagt uns das? Eigentlich nur, dass man den Artikel eigentlich an den Autor zurückgeben müsste, mit der Bitte um eine Überarbeitung, die wissenschaftlichen Ansprüchen genügt.
Aber ich gehe weiter, ich will ja den ganzen Artikel bearbeiten.
Dieser stellt jetzt richtigerweise fest, dass mit zunehmendem Ausbau der Infrastruktur die tatsächlich gefahrenen Jahreskilometer der Elektroautos steigen werden, während die der Plug-in Hybriden stagnieren dürfte.
Und jetzt beginnt es so richtig mit dem Voodoo!
Der Artikel behaupt nun, dass für jede kWh Akkukapazität bei der Herstellung 100 kg CO2 durch den Schornstein entschwinden.
Als Quelle führt der Artikel dazu eine Studie von 2016 an, die sich bei den Berechnungen auf den Akku des Ford Focus Electric bezieht. Bekanntlich das meistverkaufte Elektroauto der Welt. (War ein Scherz. Das Ding ist fast so selten wie ein Opel Ampera-e. Ich habe selbst erst einmal einen gesehen.)
Interessanterweise liegen die Werte fast auf dem Niveau der ominösen „Schwedenstudie“, die auf 150-200 kg CO2/kWh kommt.
Die Daten hat Mobilegeeks natürlich alle nicht hinterfragt sondern einfach hingenommen.
Obwohl die oben angeführt Studie behauptet, als erste eine „Cradle-to-Gate“-Analyse durchgeführt zu haben, gibt es natürlich sehr wohl eine Studie, die das bereits vorher erledigt hat: Union of Concerned Scientists (vermutlich gibt es noch weitere)
Und die kommen auf durchschnittlich eine Tonne CO2, die ein durchschnittliches Elektroauto bei der Herstellung mehr benötigt als ein Verbrenner. Auf die in der Studie verwendete durchschnittliche Akkugröße von 24 kWh gerechnet sind das dann lediglich 42 kg CO2/kWh.
Woher kommt der Unterschied?
Nun, die erste Studie rechnet mit den möglichst miesen Bedingungen und geht davon aus, dass die Akkus mit billigem 08/15-Strom hergestellt werden. Außerdem rechnet diese Studie keine Sekundärnutzung mit ein, sondern geht davon aus, dass der Akku am Ende Schrott ist. Dass das grober Unfug ist, sollte spätestens sein heute klar sein: Tesla big battery outsmarts lumbering coal units after Loy Yang trips
Immerhin rechnet der Nature-Artikel wenigstens die CO2-Emissionen durch den zusätzlichen Verbrenner wieder mit rein und kommt so auf gar nicht mal so schlechte 1,4 t extra für das Elektroauto gegenüber dem Plug-in Hybriden. Das dürfte zwar deutlich über dem tatsächlichen Wert liegen, aber sei’s drum!
Unterstellen wir mal guten Willen und gehen weiter.
Jetzt macht der Artikel die nächste Annahme (ihr merkt schon, hier wird fleißig geraten!) und setzt pauschal einen Wert von 500 g CO2/kWh Strom an. Das kann man machen, wenn man den dreckigsten 08/15-Strom in Deutschland zur Basis nimmt und völlig ignoriert, das die meisten Elektroautos vorwiegend oder sogar in Gänze mit Ökostrom betrieben werden, die natürlich weit weniger CO2-Belastung pro kWh haben.
Und jetzt kommt gleich die nächste Annahme (wir hatten ja noch nicht genug!) bei der der Artikel pauschal 20 kWh/100 km Stromverbrauch ansetzt. Und zwar sowohl für Elektroautos wie auch für Plug-in Hybride.
Mal kurz sacken lassen.
Eine Elektroauto soll also im regulären Betrieb genau den gleichen Stromverbrauch haben, wie ein Plug-in Hybrid (im Gegensatz zum Artikel bin ich ich hier fair und nehme ein vergleichbares Fahrzeug an)  im Elektromodus. Wie soll das gehen? Was muss ich rauchen, um auf solche Ideen zu kommen? Den ganzen Verbrennerquatsch, den ich mitschleppen muss, der ganze Auspuffkrempel und was da nicht so alles dabei ist, kostet nichts und ist für den Verbrauch völlig egal? Dass der Luftwiderstand durch die benötigten Lüftungsöffnungen für den Verbrennungsmotor signifikant größer sein muss, wird hier ebenfalls vollkommen ignoriert.
Immerhin anerkennt der Artikel, dass mit besseren CO2 pro kWh-Werten das Elektroauto deutlich im Vorteil ist. Und dafür braucht es noch nicht mal reinen Ökostrom.
Zum Abschluss präsentiert der Artikel nun nochmal eine Zusammenfassung von vollelektrisch gefahrenen Strecken sowohl von Plug-in Hybriden als auch von Elektroautos. Wie wir oben schon gesehen haben, werden hier also ein weiteres Mal Äpfel und Birnen verglichen.
Der Artikel fabuliert hier ein weiteres Mal von Plug-in Hybriden mit einer realen Reichweite von 60 km. Aber nochmal: Solche Fahrzeuge gibt es gar nicht.
(Hinweis: Reale Reichweite heißt nicht „Ich habe aber mit meinem Opel Ampera schon mal 62 km geschafft!“)
Den Rest schenke ich mir. Es kommt jetzt eh nur noch Wischiwaschi, das den Artikel möglichst wissenschaftlich erscheinen lassen soll – was er aber ganz offensichtlich nicht ist.
Zurück zum Mobilegeeks-Artikel (inzwischen dürfte mein Blogbeitrag die Länge des Mobilegeeks-Artikels erreicht haben 😉 ):
Dieser übernimmt völlig unreflektiert die Werte aus dem Artikel, hinterfragt nicht eine Zahl und legt dann gleich los mit der Behauptung im Untertitel:
„Eine umfangreiche Studie belegt, dass die von vielen Umweltverbänden verpönten Plug-In-Hybride (PHEV) von ihren Besitzern genauso viel elektrisch gefahren werden wie reine Elektrofahrzeuge (BEV). Die Wissenschaftler räumen damit ein Vorurteil aus, das bereits seit längerem gepflegt wird. Doch: Einen Haken gibt es.“
(Welchen Haken erfahren wir erst sehr viel später. Vermutlich soll das als golden Ticket gegen Kritiker herhalten um mit einem „Aber wir haben doch eingeschränkt …“ kontern zu können.)
Aber diese Behauptung ist eben schlicht falsch. Denn sie setzt den CO2-Ausstoß mit Umweltfreundlichkeit gleich. Und so vermessen ist nicht mal der Nature-Artikel.
Mobilegeeks versuchen jetzt mit allerlei Zahlenmaterial ihr Statement zu beweisen, den Nature-Artikel für Deutschland neu aufzugießen und zitieren dazu das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, dass genau die gleichen Werte ausgewertet haben will, wie Nature.
Jetzt alle mal überrascht gucken!
Natürlich kommen sie auf genau die gleichen Werte. Sie haben ja auch genau die gleichen Fehler gemacht, indem sie u.a. die Fahrzeugklassen komplett ignorieren.
Und auch die Behauptung der 60 km realen Reichweite wird hier ein weiteres Mal aufgegossen. Welche Fahrzeuge das eigentlich sein sollen, verrät Mobilegeeks natürlich nicht.
Einigermaßen folgerichtig – wenn auch basierend auf fragwürdigen Zahlen. Siehe obige Berechnung zum CO2-Ausstoß bei der Akkuproduktion – kommt dann hier wieder der Hinweis auf das vergleichbare CO2-Reduktionspotential von Plug-in Hybriden und Elektroautos.
Und jetzt wird’s so richtig lächerlich!
Während der Nature-Artikel wenigstens halbwegs wissenschaftlich versucht sauber zu rechnen, wendet Mobilegeeks den Kniff an, hier jetzt nochmal CO2-Ausstoß für den Plug-in Hybriden abziehen zu wollen, obwohl das schon (unverhältnismäßig stark) im Ursprungsartikel stattgefunden hat.
Der nächste Absatz ist einigermaßen langweilig und will versuchen zu beweisen, dass wir ja gar nicht so viel fahren und kleine Akkus ausreichen. Ja, statistisch gesehen stimmt das. Nur blöd, dass wir zwar statistisch gesehen im Schnitt weniger als 60 km am Tag fahren – das aber im Umkehrschluss bedeutet, dass fast die Hälfte der Leute eben doch regelmäßig mehr als 60 km an einem Tag fährt. Die haben dann halt Pech gehabt. Oder stinken dann doch die Gegend voll.
Immerhin redet auch Dr. Patrick Plötz vom Fraunhofer-Institut nur von Treibhausgasen und nicht allgemein von Umweltfreundlichkeit.
Beim Thema Wartung geht Mobilegeeks gleich in die Offensive und behauptet forsch, dass es keine zuverlässigen Zahlen dazu gäbe, dass Plug-in Hybride mehr Wartung bedürfen. Ganz clever lassen sie hier aus, womit sie eigentlich vergleichen. Verglichen mit reinen Elektroautos dürfte diese Behauptung nicht haltbar sein. Rein logisch betrachtet ist das auch vollkommen offensichtlich. Ich habe ja nicht nur einen vollständigen elektrischen Antriebsstrang im Auto, sondern zusätzlich einen Verbrennerantrieb, mit allem drum und dran. Wer da allen Ernstes glaubt, dass das zum Nulltarif zu haben ist, ist wahrlich mit dem Klammerbeutel gepudert!
Ja, auf Beweise verzichte ich hier ganz bewusst. Die Zeit ist es mir nicht wert, bei so einer Offensichtlichkeit noch Nachweise zu suchen. Ihr könnt ja gern helfen um in den Kommentare Infos einwerfen. Ich werde diese dann prüfen und ggfs. das Blogposting entsprechend ergänzen.
Der Mobilegeeks-Artikel faselt ein weiteres Mal von Plug-in Hybriden mit 60 km Reichweite, ohne auch nur ein einziges Beispiel zu nennen. Das soll wohl den Bogen zu dem ganz oben erwähnten Haken bilden. Ja, der Haken ist eben genau das:
Der ganze Artikel dreht sich um Fahrzeuge, die überhaupt nicht existieren!
Unterm Strich ein sehr sichtlich bemühter Artikel mit einer reißerischen Überschrift und weitesgehend unhaltbaren Thesen, wilden Behauptungen und wenig Substanz.
Gesamtnote: 4-
 
Nachtrag: Auf ganz offensichtliche Fehler in der Logik des Mobilegeeks-Artikels, wie die Problematik im Winter mit einem Plug-in Hybriden ohne den Verbrenner heizen zu wollen, bin ich in meinem Artikel noch gar nicht eingegangen.
Nachtrag 2: Auch solche Nebensächlichkeiten, dass Plug-in Hybride im Gegensatz zu Elektroautos die Instandhaltung von gleich zwei Infrastruktursystemen erfordert, wird ebenfalls komplett ignoriert.
Nachtrag 3: Je länger man über den Mobilegeeks-Artikel nachdenkt, umso offensichtlicher wird, wie undurchdacht er ist. Selbst wenn man unterstellt, dass Plug-in Hybride irgendwann verlässlich 60 km schaffen. Was ist denn dazu nötig? Richtig, eine größere Batterie! Was aber bedeutet das? Einen schlechteren CO2-Ausgangswert. D.h. hier beißt sich die Katze ein weiteres Mal in den Schwanz, denn dann bricht ja die mühevoll (wenn auch wissenschaftlich nicht haltbare) aufgebaute Rechnung zusammen.
Nachtrag 4: Ein sichtlich bemühter Twitter-Nutzer hat versucht den BMW i3Rex ins Spiel zu bringen. Das ist erstmal nicht falsch, denn es ist ein Hybrid. Allerdings hilft der nun so gar nicht, die These von Nature bzw. Mobilegeeks zu stützen, denn er ist wirklich das schlechteste aus beiden Welten.
Warum?
Der i3Rex ist ein vollständiger i3 mit zusätzlichem Range Extender (Verbrenner). D.h. er hat den gleichen CO2-Fußabdruck wie der i3 ohne Range Extender und zusätzlich noch das, was die Herstellung des Verbrennungsmotors und sämtlicher dazu gehörigen Teile gekostet hat. D.h. statt mit weniger CO2 startet diese Hybride gleich mit mehr CO2 als der rein elektrische i3. Im Betrieb braucht der Hybride dann natürlich mehr Strom als das Elektroauto, da er ja u.a. schwerer ist. Dass er im Verbrennermodus noch absurd viel Sprit verbraucht, spielt schon gar keine Rolle mehr, weil der i3Rex in jedem Betriebsmodus seinem rein elektrischen Bruder ökologisch unterlegen ist.
Und nein, der Opel Ampera (gibt’s auch gar nicht mehr zu kaufen) kommt nicht 60 km weit. Der schafft etwa 53 km. Ja, man kann auch mehr als 60 km weit mit ihm fahren, wenn das Wetter stimmt und man sich sehr zurück hält. Aber das ist kein Normalszenario sondern eine Ausnahme.
Nachtrag 5: Aus Transparenzgründen der Hinweis: Ich habe Mobilegeeks auf Twitter, Facebook und Google+ ins Killfile geschoben. Ich habe schon viel zu viel Zeit mit dem Thema verbracht und eine Diskussion macht nur dann Sinn, wenn die andere Seite auch diskutieren will und nicht um alles in der Welt nur Recht behalten will, völlig egal wie unhaltbar die Position ist. Dafür ist mir die Zeit einfach zu schade.


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